Skip to main content

Mundharmonika kaufen im Mundharmonika Shop

Mundharmonika lernen in der Mundharmonika Schule

Mundharmonika Tabs

Die ganze Welt der Mundharmonika auf mundharmonikawelt.de

Herzlich Willkommen auf mundharmonikawelt.de. Wir möchten dir hier die ganze Welt der Mundharmonika präsentieren.
Vielleicht bist du ja auf der Suche nach deiner ersten Mundharmonika oder möchtest du deine kleine Sammlung erweitern? Dann bist du bei uns im Mundharmonika Shop genau richtig.

Überlegst du dir ein neues Hobby zuzulegen und mit der Mundharmonika spielen zu beginnen? In unserer virtuellen Mundharmonika Schule lernst du die ersten Schritte der Mundharmonika. Mit Hilfe von Büchern und Tipps zum Online Kurs unterstützen wir dich auf dem Weg bis hin zum Mundharmonika Profi.
Solltest du bereits wissen, wie die Mundharmonika funktioniert und du bist nur auf der Suche nach neuen Mundharmonika Liedern? Im Bereich Mundharmonika Tabs haben wir die passenden Lieder für dich gesammelt.

Wir freuen uns, wenn wir dich auf der Reise mit deiner Mundharmonika begleiten dürfen und hoffen, dass dir die Mundharmonika genauso viel Spaß bereitet wie sie es uns tut.

Solltest du Verbesserungsvorschläge und Ideen haben, lasst uns es gerne wissen. Da kannst du uns jederzeit unter info@mundharmonikawelt.de erreichen. Wir möchten das Angebot auf mundharmonikawelt.de stetig verbessern. Bis dahin verbleiben wir mit schönen Grüßen und wünschen dir viel Spaß in der Welt der Mundharmonika.

Dein Mundharmonikawelt Team



Alles rund um die Mundharmonika

Die Mundharmonika – Eine Übersicht über die Welt des Trendinstruments

Was ist eine Mundharmonika?

Bei der Mundharmonika handelt es sich um ein Musikinstrument aus der Gruppe der Harmonikainstrumente.
Der Klang wird durch das Ziehen und Blasen von Luft erzeugt. Der dabei erzeugte Luftstrom versetzt die Stimmzungen in der Mundharmonika in Schwingung. Die Frequenz dieser Schwingung entscheidet über die Tonhöhe. Der Tonumfang liegt dabei in der Regel bei drei Oktaven. Die Mundharmonika ist ein sehr kleines, preiswertes und stabiles Instrument. Wichtig ist nur, dass du die Mundharmonika gut Reinigen, da sie viel Kontakt mit dem Mund hat.

Seinen Ursprung hat die Mundharmonika im deutschen Sprachraum, wobei der genaue Erfinder unbekannt ist. Seit ihrer Erfindung haben sich unterschiedliche Modelle entwickelt, welche sich in vielen Aspekten unterscheiden und in unterschiedlichen Musikstilen verwendet werden. Ihren wohl bekanntesten Auftritt hatte das Instrument 1968 in dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. Auch im Fernsehen kommt sie regelmäßig zum Einsatz. So ist sie beispielsweise das Hauptinstrument in der Titelmelodie der Serie „Der Landarzt“.

Die Geschichte der Mundharmonika

Ihre ersten Wurzeln hat die Mundharmonika in Asien. Dort wurde vor etwa 5.000 Jahren in China das erste Durchschlagzungeninstrument dokumentiert. Dieses war im Besitz der damaligen Kaiserin und ist heute als Sheng bekannt. Ähnliche Instrumente verbreiteten sich anschließend in ganz Südostasien.

Im Jahre 1636 wird die Sheng von Martin Mersènne in Briefen erwähnt, wodurch Europa erstmalig das Prinzip der freischwingenden Zunge kennenlernt. Erst in den Achtzigerjahren des 18. Jahrhunderts wird allerdings versucht ein solches Instrument herzustellen.

In den Zwanzigerjahren des nächsten Jahrhunderts wurde die eigentliche Mundharmonika im Wiener Raum erfunden, wobei der Erfinder des Instruments unbekannt ist. Von Wien aus breitet sich die Mundharmonika im gesamten deutschsprachigen Raum aus. Dabei entstehen in Wien, Trossingen und Klingenthal drei Hauptproduktionsstandorte.

1826 erfindet Josef Richter die Richterstimmung, welche auch heute die Grundlage aller Mundharmonikas ist. Kurz darauf beginnt mit Christian Messner die Massenproduktion des Instruments. Durch neue Technologien in den Sechzigerjahren kann diese Produktion nochmals ausgeweitet werden. Aufgrund der Produktion in Millionenhöhe kann das Instrument sehr günstig hergestellt werden, wodurch es zu einem sehr beliebten Volksinstrument wird. Zur selben Zeit beginnt auch der Export nach Amerika. Seitdem sind Mundharmonikas stark mit dem Cowboy-Image verbunden.

Die Wirtschaftskrise in den Achtzigerjahren sorgt dafür, dass deutsche Hersteller sich neue Absatzmärkte suchen, wodurch sich die Mundharmonika auf der ganzen Welt verbreitet.

1896 erscheint das Modell Marineband, welches zur meistverkauften Mundharmonika der Welt wird. Auch heute ist sie noch der Standard für diatonische Mundharmonikas. Zwei Jahre später verbreitet sich die Mundharmonika in Japan.

Ab 1920 wird das Instrument im Volk immer beliebter. Es findet immer mehr Anklang in der populären Musik, wodurch auch neue Mundharmonikatypen entstehen. Aus dieser Zeit stammen die chromatische, Bass- und Akkord-Mundharmonika. Zehn Jahre später ist das Instrument zudem auch in Filmen zu sehen. Zur gleichen Zeit breitet sich das Instrument in Asien weiter aus, wobei sich in Hong Kong ein Zentrum für Tremolo-Harmonikaspieler bildet.

Während der Zeit des zweiten Weltkriegs kommt es zu einer Knappheit. Das verleitet viele Menschen zum Experimentieren mit alternativen Materialien.

Nach dem Krieg, in den Fünfzigerjahren, verbreitet sich die Mundharmonika in vielen Musikstilen. In Chicago entsteht zur selben Zeit der elektrische Blues Harmonica Sound, welcher auch im Rock eine wichtige Rolle einnimmt.

Im Jahre 1968 hat die Mundharmonika im Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ ihren bekanntesten Auftritt in der modernen Popkultur. Seitdem gibt es bei dem Instrument immer wieder neue Entwicklungen, indem mit neuen Materialien oder Resonanzzungen experimentiert wird. Vor allem deutsche Hersteller und der japanische Hersteller Suzuki treiben die Innovation voran.

Aufbau einer Mundharmonika

Je nach Art der Mundharmonika gibt es kleine Unterschiede im Aufbau. Die Richter-Mundharmonika, welche sich früh als Standard durchgesetzt hat, stellt jedoch den Grundaufbau aller Mundharmonikas dar. Sie besteht im Wesentlichen aus folgenden Elementen: dem Kanzellenkörper, den Deckplatten sowie den Stimmplatten und -zungen.

Mundharmonika Aufbau

Der Kanzellenkörper ist das Zentrum der Mundharmonika und erinnert vom Aussehen her an einen Kamm. Hinter den von vorne sichtbaren Löchern befinden sich Kanäle, welche die Luft zu den Stimmzungen weiterleiten. Früher wurde er hauptsächlich aus Holz gefertigt. Heutzutage dominieren Metall und Kunststoff, wobei das Material nur einen geringen Einfluss auf den Klang hat. Aufgrund der Materialeigenschaften von Metall und Kunststoff klingen solche Mundharmonikas sauberer und klarer. Holz sorgt dagegen für einen natürlicheren und weniger hellen Klang.
Nachteile haben Kanzellenkörper aus Holz vor allem bei der Spielbarkeit und Haltbarkeit. Durch Feuchtigkeit wird die Holzoberfläche schnell rau und sorgt so für eine unangenehme Reibung beim Spielen. Zudem lassen sich Ablagerungen, die beim Spielen in die Kanäle gelangen, schlechter entfernen, was einen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit hat. Kanzellenkörper aus Metall oder Kunststoff haben dagegen eine lange Haltbarkeit. Manchmal sind bei Kunststoff-Kanzellen die Stimmzungen auf dem Kanzellenkörper angebracht, wodurch die Stimmplatten nicht in die Lippen schneiden können. Sie sind deshalb vor allem für Anfänger geeignet.

Die Stimmplatten befinden sich ober- und unterhalb des Kanzellenkörpers. Sie bestehen meist aus Messing oder Edelstahl. Besteht der Kanzellenkörper aus Metall oder Kunststoff, so werden sie mit ihm verschraubt. Bei Holz-Kanzellen kommen meist Nägel zum Einsatz.

Für den Klang verantwortlich sind die Stimmzungen, welche an die Stimmplatten geschraubt oder genietet sind. Die obere Stimmplatte enthält Blaszungen, welche innerhalb des Luftkanals angebracht sind. Unten befinden sich die Ziehungen, welche außen befestigt sind. Durch Blasen oder Ziehen verändert sich der Luftdruck, was die Zungen zum Schwingen bringt. Diese Schwingungen erzeugen den Ton. Je nach Länge der Stimmzungen unterscheidet sich die Tonhöhe. Kurze Zungen erzeugen hohe Töne und lange Zungen tiefe.

Die Deckplatten schützen die Stimmplatten und -zungen und haben einen großen Einfluss auf den Klang, welche von ihrer Form und Größe abhängt. Haben sie an den Seiten Öffnungen, so klingt die Mundharmonika für den Spieler lauter. Öffnungen nach hinten ermöglichen es dem Spieler hingegen den Klang mit den Händen zu beeinflussen.

Die unterschiedlichen Typen der Mundharmonika

Die unterschiedlichen Typen von Mundharmonikas unterscheiden sich in ihrer Anzahl an Stimmzungen und der Anordnung der Töne. Jeder Typ hat einen unterschiedlichen Klang und hat deshalb einen anderen Einsatzzweck.
 

Mundharmonika einer Stimmzunge pro Ton

 

Diatonische Mundharmonika: Diatonisch sind Instrumente, die nur die Töne einer bestimmten Tonart spielen können. Diatonische Mundharmonikas sind die ursprünglichste Form der Mundharmonikas und wegen ihrer geringen Größe auch die handlichste. Sie besitzt standardmäßig zehn Luftkanäle.

 

Chromatische Mundharmonika: Chromatisch bedeutet in der Musiktheorie, dass eine Tonleiter aus Halbtonschritten besteht. Eine Chromatische Mundharmonika deckt also alle Tonarten der westlichen Musik ab. Erreicht wird dies mithilfe eines eingebauten Schiebers, welcher den Ton um einen Halbton erhöht. Dies macht sie auch zu der Mundharmonika mit der komplexesten Technik, ideal für die Musikrichtungen Jazz & Klassik.

 

Mundharmonika mit zwei Stimmzungen pro Ton

Tremolo-Mundharmonika: Sie ist der Typ mit den meisten Löchern, wobei pro Ton zwei Stimmzungen gleichzeitig schwingen. Ihr Klang erinnert an ein Akkordeon. Sie ist die meistverwendete Art in der Volksmusik & Schlager und vor allem in China sehr beliebt.
Oktav-Mundharmonika: Dieser Typ zeichnet sich vor allem durch seine geschwungene Form aus, die häufig einer Banane ähnlich sieht. Auch sie besitzt eine große Anzahl an Kanälen mit zwei Stimmzungen pro Ton. Allerdings sind die Stimmzungen bei ihr im Abstand von einer Oktave gestimmt, wodurch sie einen voluminösen Klang erhält. In Europa wird sie hauptsächlich in der traditionellen Musik verwendet.

 

Wender-Mundharmonika: Sie ist aus zwei oder mehreren Mundharmonikas zusammengesetzt, welche verschiedene Tonarten besitzen. Sie besitzt sowohl vorne als auch hinten Kanäle. Die Tonarten können gewechselt werden, indem man die Mundharmonika wendet.

 

Begleit-Mundharmonika

 

Akkord-Mundharmonika: Akkord-Mundharmonikas sind die größten Mundharmonikas und haben für jeden der zwölf westlichen Töne mehrere Akkorde. Ein Akkord ergibt sich dabei meist aus vier gleichzeitig gespielten Tönen. Insgesamt stehen dem Spieler bis zu 48 Akkorde zur Verfügung. Ihre Töne sind in der Regel in zwei übereinanderliegenden Reihen angeordnet.

Bass-Mundharmonika: Dieser Typ ist besonders tief gestimmt. Eine Bass-Mundharmonika besteht aus zwei Reihen von Mundharmonikas, welche festmontiert sind. Jeweils ein Loch erzeugt den dazugehörigen Basston, wobei pro Ton zwei Stimmzungen gespielt werden.

 

Die unterschiedlichen Spieltechniken

 

Einzeltonspiel

  • Spitzmund-Technik: Die Spitzmund-Technik ist die häufigste Technik für das Spielen von Einzeltönen. Hierbei wird das Loch zwischen Ober- und Unterlippe so weit verkleinert, dass die Luft nur einen Kanal trifft.
     
     
  • Tongue-Blocking: Bei dieser Technik werden drei bis vier Kanäle mit den Lippen umschlossen. Die Zunge deckt dabei alle Kanäle bis auf den ganz rechten Kanal ab, welcher letztendlich gespielt wird. Mit dieser Technik können auch fortgeschrittene Effekte erzeugt werden. Sie ist zudem die Grundlage für die Kombination von Akkordbegleitung und Melodiespiel, welche mit der Zungenschlagtechnik möglich ist. Sie funktioniert wie das Tongue-Blocking, mit dem Unterschied, dass die Zunge je nach Taktart für die Dauer eines 1/4-Taktschlages abgesetzt wird.
     
     

Bending und Overbending

  • Bending: Diese Technik funktioniert nur bei Mundharmonikas, bei denen sich die Blas- und Ziehstimmzungen im selben Kanal gegenüberliegen. Durch die Veränderung des Mundraums und der Zungenstellung, schwingt die Stimmzunge in einer anderen Frequenz, wodurch sich die Tonhöhe verändert. Die Töne werden dabei nach unten gezogen, allerdings kann nur ein Teil der Töne verändert werden.
     
     
  • Overbending: Diese Technik erhöht die Tonhöhe eines Tones. Der Effekt wird mit demselben Ansatz erzeugt, nur auf anderen Kanzellen. Voraussetzung dafür ist, dass die Stimmzungen optimal eingestellt sind.
    Mit beiden Techniken zusammen kannst du auf einer diatonischen Mundharmonika alle chromatischen Töne spielen.
     
     

Effekt-Techniken

Effekt-Techniken dienen zur Formung und Verschönerung eines Tones. Am wichtigsten ist hier der Vibrato-Effekt. Hierbei wird ein Ton in einer bestimmten Geschwindigkeit in seiner Tonhöhe verändert, wodurch das Spiel lebendiger wirkt.

  • Hand-Vibrato: Diese Form wird durch leichtes Wackeln der Hand erreicht, welche die Mundharmonika hält. Die Lippen bleiben dabei durchgehend am Instrument.
     
     
  • Tremolo: Beim Tremolo wird nicht die Tonhöhe verändert, sondern derselbe Ton schnell wiederholt. Beim Handspiel wird hierfür die freie Hand genutzt, um den Resonanzraum zu öffnen und schließen.
    Neben diesen beiden Techniken gibt es noch das Kehlkopf- und Zwerchfell-Vibrato. Diese sind allerdings sehr anspruchsvoll und nur für Fortgeschrittene geeignet.
     
     

Einsatz der Mundharmonika in unterschiedlichen Musikrichtungen

Die Mundharmonika ist vielseitig einsetzbar. Viele Künstler aus unterschiedlichen Genres nutzen sie. Während sie in manchen Genres oft ein zentrales Element der Musik ist, spielt sie in anderen nur eine Nebenrolle.

 

Die Mundharmonika in der Country-Musik

Die Mundharmonika wird in der Country-Musik oft verwendet. Meist kommen hier Tremolo Mundharmonikas zum Einsatz. Durch ihren Auftritt in diesem Genre bekam die Mundharmonika auch ihr Cowboy-Image, für welches sie bekannt ist. Ihren bekanntesten Auftritt in diesem Genre hatte die Mundharmonika in dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. Der Komponist Ennio Morricone erschuf mit „Man with a harmonica“ eine der berühmtesten Filmkompositionen aller Zeiten.
Bekannte Spieler in diesem Genre sind unter anderem Charlie McCoy und John Lennon.

 

Einsatz im Blues

Der Blues gilt als das wichtigste Genre für die Mundharmonika. Praktisch jede Blues-Band nutzt sie, wobei hauptsächlich diatonische Richter-Mundharmonikas zum Einsatz kommen. Vor allem die Bending-Techniken spielen für den typischen Klang des Blues eine bedeutende Rolle. Aufgrund seiner Popularität ist es zudem nicht verwunderlich, dass viele Spieltechniken von hier stammen.
Zu den bekanntesten Spieler zählen Little Walter und Paul Butterfield.

 

Rock und Pop

Seit den Sechzigern ist die Mundharmonika auch in diesen Genres oft zu finden. Vor allem die Beatles und die Rolling Stones sind dafür verantwortlich. Die aktuell bekannteste Spielerin ist Shakira.
 

Das Volksinstrument in der Volksmusik

Schon im 19. Jahrhundert wurde die Mundharmonika aufgrund der Massenproduktion zu einem Volksinstrument. Somit wundert es nicht, dass das Instrument auch hier vorkommt. Allerdings spielt das Instrument meist nur eine untergeordnete Rolle.

 

Jazz und Klassik

Sowohl im Jazz als auch in der klassischen Musik spielt die Mundharmonika nur eine untergeordnete Rolle. Im Jazz ist sie vor allem für ihr schnelles Spiel bekannt. In der Klassik kommt sie dagegen kaum vor, da kaum eine Komposition dieses Instrument berücksichtigt. Erst durch die moderne Interpretation alter Werke, erhielt sie Einzug in dieses Genre.

Bekannte Spieler aus diesen Genres sind Larry Adler und Toots Thielemanns.

 

Die Mundharmonika im Schlager

Im Schlager ist die Mundharmonika vor allem wegen ihrer sentimentalen Klänge beliebt. Meist werden hier chromatische Mundharmonikas verwendet. Der bekannteste Vertreter in diesem Genre ist Michael Hirte mit seinem Lied „Der Junge mit der Mundharmonika“.

 

Bekannte Mundharmonika-Hersteller

Mundharmonika-Hersteller entstanden hauptsächlich in jenen Regionen, in denen das Instrument weit verbreitet war. Das sind vor allem Europa, Nordamerika und Asien. Aufgrund ihres Ursprungs im deutschsprachigen Raum, verwundert es nicht, dass in Deutschland sowohl der größte als auch der älteste Hersteller von Mundharmonikas entstanden.
 
Die bekanntesten Hersteller aus Deutschland
 
Hohner MundharmonikaMatth. Hohner GmbH: Die Matth. Hohner GmbH wurde 1857 in Trossingen von Matthias Hohner gegründet. Schon früh hat das Unternehmen Mundharmonikas nach Amerika exportiert, wodurch es weltweit bekannt wurde. Heute ist das Unternehmen der weltweit größte Hersteller. Es produziert sämtliche Mundharmonikatypen, wobei die Qualität höchsten Ansprüchen entspricht. Viele der von Hohner hergestellt Instrumente dienen heute als Standards für andere Hersteller. Mehr zu Hohner Mundharmonika

C.A. Seydel Söhne GmbH: Die C.A: Seydel Söhne GmbH ist der älteste Hersteller weltweit. Seit 1847 werden dort viele verschiedene Mundharmonikas in Handarbeit gefertigt. Das in Klingenthal gegründete Unternehmen bietet Kunden die Möglichkeit, individuell gestimmte Mundharmonikas anfertigen zu lassen. Aufgrund von zu geringer Nachfrage, hat das Unternehmen die Produktion von Bass- und Begleitmundharmonikas mittlerweile eingestellt. Mehr zu Seydel Mundharmonika
 
Hersteller aus Japan und China
 
In diesen beiden Ländern werden primär Mundharmonikas hergestellt, welche an die asiatische Musik angepasst sind.

  • Suzuki Musical Instrument Corporation: Die Suzuki Musical Instrument Corporation wurde 1953 in Japan gegründet und stellt heute neben Mundharmonikas auch Klaviere her. Hier werden alle Arten der Mundharmonika angeboten, was die Marke besonders macht. Die Qualität der Instrumente ist dabei sehr hoch.
  • Huang und die Swan Musical Instrument Co. Ltd.: Diese beiden chinesischen Unternehmen produzieren überwiegend für den heimischen Markt. Die Qualität der Instrumente ist eher mittelmäßig, hat sich aber in den letzten Jahren stetig verbessert. Dafür gibt es allerdings eine große Auswahl an verschiedenen Modellen, die zudem auch recht kostengünstig sind.

Ein weiterer bekannter japanischer Hersteller ist Yamaha, welcher eine lange Tradition für die Produktion von Musikinstrumenten aufweisen kann
 
Unternehmen aus den USA
 
Obwohl die Nachfrage nach Mundharmonikas in den USA hoch ist, existiert heute keiner der ursprünglichen Hersteller mehr. Heute gibt es nur noch zwei bekannte Unternehmen, welche Mundharmonikas verkaufen. Fender hat sich dabei auf den Verkauf von Mundharmonikas als Begleitinstrument zur Gitarre spezialisiert. Neu dazu gekommen ist das junge Unternehmen Bushman, welches seit 1996 existiert. Dieses verkauft allerdings nur sehr wenige Modelle.

Weiterhin gibt es in Frankreich einen neuen Hersteller mit dem Namen Yonberg und in Brasilien ein, von einem deutschen Auswanderer gegründetes, Unternehmen mit dem Namen Hering. Beide spielen im internationalen Bereich eine untergeordnete Rolle.